Es müssen nicht immer spezielle Begabungsklassen oder Schulen sein, in denen hochbegabte SchülerInnen entsprechend gefördert werden können. In Essen gibt es ein Pilotprojekt zur integrativen Förderung hochbegabter Kinder, an dem sich acht Grundschulen beteiligen. Die Lehrer haben sich speziell dafür fortgebildet und tauschen sich untereinander aus. Zusätzlich findet eine intensive Zusammenarbeit mit der Uni Duisburg-Essen, dem Kooperationspartner statt, wo die Lehrer auch mit der Diagnostik von Hochbegabung vertraut gemacht werden.
Regelmäßig setzen sich die Lehrkräfte mit externen Beratern an einem Runden Tisch zusammen, um Erfahrungen auszutauschen.
Die Kinder werden ihren Fähigkeiten entsprechend gezielt gefördert und bekommen auf ihr Leistungsniveau zugeschnittene Aufgaben. Dies gilt für alle Kinder, nicht nur für die Hochbegabten. Davon profitieren auch die leistungsschwächeren SchülerInnen.
Die an dem Pilotprojekt beteiligten Schulen arbeiten eng mit den Eltern zusammen und unterstützen sie auch bei der Suche nach zusätzlichen, außerschulischen Fördermöglichkeiten.
Das hört sich vielversprechend an.
Sollte das Projekt erfolgreich sein, wäre es schön, wenn sich auch andere Städte daran beteiligen und sich die acht Essener Grundschulen zum Vorbild nehmen würden.
Denn viel zu oft scheitert eine Förderung hochbegabter Kinder daran, dass den LehrerInnen eine entsprechende Fortbildung im Bereich Begabtenförderung fehlt und sie mit den Verhaltensmustern hochbegabter Kinder nicht vertraut sind.
So gibt es immer noch LehrerInnen, die der Meinung sind, nur ein leistungsstarkes Kind könne auch hochbegabt sein.
Sätze wie: “Ihr Kind kann nicht hochbegabt sein, sonst würde es sich mehr am Unterricht beteiligen und bessere Noten schreiben.” sind leider immer noch an der Tagesordnung.
Hoffentlich setzen sich Projekte wie das in Essen bald flächendeckend durch.







