Verfasst von: Kiefner Sabine | Oktober 15, 2007

Begabtenförderung bleibt oft den Eltern überlassen

Auch in der Schweiz sind – laut eines Artikels im St.Galler Tagblatt – Eltern unzufrieden mit dem vorhandenen Angebot an Hochbegabtenförderung. So sei sie bis heute weitgehend den Eltern oder einigen, engagierten LehrerInnen überlassen und würde in der Bildungspolitik immer noch nicht genug Beachtung finden, obwohl es in der Schweiz schätzungsweise 15.000 hochbegabte Kinder und Jugendliche gibt.

Während Förderprogramme und auf Hochbegabung spezialisierte Schulen in den USA und den skandinavischen Ländern schon seit Jahren etwas ganz Alltägliches sind, sei die schulische Förderung hochbegabter Kinder in der Schweiz immer noch ein Problemthema.

Hochbegabte Kinder stießen oft auf Ablehnung und würden in der Schule ausgegrenzt, so Peter Fuchs, Präsident des Elternvereins für hochbegabte Kinder (EHK).
Hinzu käme, dass sich diese SchülerInnen im Unterricht oft langweilen und daraus resultierend in vielen Fällen (ca. 25 Prozent) im Laufe der Schulzeit verhaltensauffällig oder gar zu Schulversagern würden. 

Eltern, die es sich finanziell leisten könnten, würden ihre Kinder in Privatschulen unterrichten lassen, um ihnen eine bestmögliche, individuelle Förderung zu ermöglichen.

Somit sieht es – was die Förderung hochbegabter Kinder betrifft –  in der Schweiz nicht anders aus als hier in Deutschland. 

Sie bleibt in vielen Fällen den Eltern und deren Geldbeutel überlassen. Aber außerschulische Förderangebote, die ein bis zweimal in der Woche für ein paar Stunden am Nachmittag stattfinden, dürfen und können kein Ersatz sein für einen nicht auch auf hochbegabte Kinder und deren Bedürfnisse zugeschnittenen Unterricht. Außerdem mindern sie nicht die Unterforderung im Schulalltag. Sie sind lediglich eine willkommene Abwechslung.

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